SIEGERSTELLUNG DURCH AKTIVES LEBEN
Unter Beistand der Juniorakademie der Wissenschaften begann die zweite interaktive Leiterschaftsschulung für Jugendliche

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In der Zeit vom 10. bis 16. April verwandelte sich das Internationale wissenschaftliche Zentrum für Kinderschaffen in eine kreative Lokation für die Lern-Start-ups junger ehrenamtlicher Helfer und Patrioten. Hier hatte die Juniorakademie der Wissenschaften zusammen mit dem Wohlfahrtsfonds „Kinder der Hoffnung“, der Jugendinitiative „Herz in den Händen“ und dem Zentrum für politische Studien und Analytik „Eidos“ die auf gesellschaftliche und ehrenamtliche Mitwirkung sowie patriotische Erziehung ausgerichtete Schulung  „Agenten der Änderungen“ für Schüler der 8.-10. Klasse organisiert.

Ein Projekt solcher Art wird bereits zum zweiten Mal in unserem Land verwirklicht. Letztes Jahr erlernten etwa zwei Dutzend Schüler vom Oktober bis Dezember das Führungsverhalten und Umsetzung eigener gesellschaftlich nützlicher Projekte. Zur diesjährigen Schulung kamen 48 Teilnehmer.

FÄHIGKEIT, AUFFASSUNGEN, FERTIGKEITEN UND KENNTNISSE ZU VERMITTELN

Projektkoordinatorin, Leiterin der Jugendinitiative „Herz in den Händen“ und Mitarbeiterin des Nationalzentrums „JAW der Ukraine“ Kateryna KLUSKO begann mit der Vorbereitung der Veranstaltung im vorigen Jahr, als sie aus den USA, wo sie ein Praktikum im Rahmen eines Programms der öffentlichen Erziehung und Bildung absolviert hatte, zurückgekehrt war. Sie träumte von einer Schule, wo die Kinder Spaß am Lernen haben und lernen wollen würden. Lange wählte sie die Methoden, bis sie begriff: die bürgerliche Bildung sei eben das, was die Ukraine sehr braucht. Die Grundidee der Schule beruht auf Herausbildung von praktischen Fertigkeiten: wenn wir von Werten, Träumen oder Projekten und ihrer Verwirklichung im gesellschaftlichen Leben reden. Das muss in die Praxis umgesetzt werden, erzählte Kateryna.

Die Projektkoordinatorin behauptet: die Hauptsache sei, den gesellschaftlichen Aktivismus und Bewusstsein zu haben, damit wir unsere Träume, Werte und unsere Bestimmung verstehen und durch Teamarbeit auf die Umsetzung dieser Ideen lossteuern.

Es gibt viele Kinder, die es in der modernen Welt schwer haben: sie träumen von etwas, doch die Welt will es zuweilen nicht anerkennen. Und ich möchte den Kindern die Einsicht vermitteln, dass sie nicht allein sind.  Das Wichtigste ist die Ergebenheit seinem Traum, seiner Berufung gegenüber. Ich bin sehr glücklich, dass diese Schule bereits an der Juniorakademie der Wissenschaften funktioniert.

Wir haben ein wunderbares Team, das die Kinder lehrt. Darin gleicht jeder einem Schmuckstein im Kästchen und ist einzigartig. Darüber hinaus machen unsere Trainer Sergij Kornyljuk und Olga Budnyk wunderschöner Präsentationen über Projektmanagement und Teamführung, bemerkte Kateryna.

UNSERE LIEBLINGSTRAINER

Die von Kateryna KLUSKO erwähnten Partner sind die Mitarbeiter des Zentrums für politische Studien und Analytik „Eidos“. Olga ist als Exekutivdirektorin und Sergij als Manager mit Schwerpunkt Organisationsentwicklung tätig. Das Zentrum „Eidos“ beschäftigt sich mit der Analyse der Staatspolitik sowie Entwicklung einer lokalen Demokratie, Bildung und Kultur.

Zuerst schaffen wir in der Schule die Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens, was die Übermittlung praktischer Fertigkeiten, der Führungsfertigkeiten oder Instrumente der Teamarbeit an die Zuhörer bedeutend erleichtert“, erzählte Olga BUDNYK.So eine junge Zuhörerschaft ist für uns ungewöhnlich: wir mussten den Stoff an die Kinder anpassen, damit er verständlich und nützlich ist. Wir versuchen, mit ihnen wie mit Erwachsenen zu reden, die ihrer Verantwortung, der vorhandenen Ressourcen und Kräfte bewusst sein sollen, damit sie ändern könnten, was ihnen nicht passt. Weiterhin sollen sie schon alleine herausfinden, wie sie selbständig diese Prozesse beeinflussen können.

Die Schulung besteht aus drei Stufen. Zurzeit befinden sich die Teilnehmer in der ersten Stufe, wo sie die für eine aktive öffentliche Mitwirkung erforderliche Fertigkeiten beherrschten und den Geist des Patriotismus entwickelten. Die Teilnehmer der Schulung erwarteten der Unterricht in Kunsttherapie sowie Trainings über Teambuilding und Entwicklung von Führungsqualitäten. Sowohl den Schülern als auch den Trainern haben das „Gelände der Kreativität“ mit Brettspielen wie „Dixit“ und „Imaginarium“,  Filmvorführungen und –besprechungen gefallen. Die Teamarbeit zur Entwicklung eigener Projektkonzepte und ihrer Präsentation mit anschließender Diskussion.

In der Wirklichkeit wurden die Teilnehmer nicht zufällig ausgewählt, die Anträge überstiegen die vorhandenen Plätze,   teilte Sergij KORNYLJUK seine Eindrücke von der Schulung mit. Es gab unterschiedliche Auswahlkriterien. Die Teilnehmer haben einen ziemlich umfangreichen Fragebogen ausgefüllt, wo eigene Motivation, Leistungen und Ziele nach Abschluss der Schulung angegeben werden sollten. Wir haben sie gebeten, einen Aufsatz über die Werte des XXI. Jahrhunderts abzufassen – sie sollten sich zwei Videos zu diesem Thema ansehen und ihre Gedanken dazu zu Papier bringen. Der Aufsatz war für uns das Schlüsselkriterium, obwohl wir auch die Sieger von Olympiaden bzw. die Teilnehmer an Promotionswettbewerben der Juniorakademie der Wissenschaften aufgenommen haben. In der Gruppe war auch ein Aktivist von „Plast“ dabei… Jeder ist mit eigenen Zielen und Ideen hergekommen und hat das eigene Projekt davongetragen.

In der zweiten Stufe werden die Teilnehmer, nachdem sie die Probleme an ihren Heimatorten analysiert haben, über die Lösungen nachsinnen. Nachher sollen sie alle ihre Ergebnisse den Trainern bei MANLAB.CAMP vorlegen. Nach der Einsichtnahme in die werden die Lehrkräfte einige Bemerkungen und Ratschläge darüber äußern, welche Richtung im Weiteren eingeschlagen werden sollte. Nach dieser Stufe sollen 25 Teilnehmer mit praktischen, sozial wichtigen und, was die Erfüllung der gestellten Aufgaben angeht, besonders erfolgreichen Projekten auserwählt werden. Erst in der dritten Stufe werden die Schüler aufgrund der erworbenen Kenntnisse ihre Projekte in die Tat umsetzen. Und im Oktober werden sie sich zum dritten Mal mit ihren Trainern treffen, um Rechenschaft abzulegen. Wichtig ist, dass die Kommunikation mit der Organisatoren der Schulung in allen Projektphasen und nach seinem Abschluss aufrechterhalten wird. Darüber hinaus können sich die Teilnehmer bei Auftreten gewisser Schwierigkeiten von den Trainern beraten lassen.

Auf drei Schulungsstufen werden interaktive Trainingsmethoden, unter anderem Learning by Doing (Lernen durch Handeln), Bildung durch Kunst, Forumtheater, Mediation und Montessori-Methode, eingesetzt.  

GESPRÄCHE IM REGEN

Ich und Teilnehmer der Schulung gehen unter verschiedenfarbigen Regenschirmen in die Mensa – die Zeit für eine ungestörte Unterhaltung mit den jungen Aktivisten  hatte man nur bei Esseneinnahme. Neben mir geht Warwara KABARGINA. Das Mädchen ist 15 Jahre alt und kommt aus der Stadt Kreminna im Luhansk Gebiet, wo sie bei der Oma wohnt, obwohl sie vor den Kriegshandlungen    in Horlivka, Donezk Gebiet, wohnhaft war.

Diese Schulung hat mir viele Sachen beigebracht. Vor allem die persönliche Selbstentdeckung. Wir haben viele interessante psychologische und wissenschaftliche Übungen erlernt. Beispielsweise Entwicklung von Führungseigenschaften. Außerdem haben die Vorlesungen über ehrenamtliche Hilfe mein Interesse erweckt, weil ich in meiner Schule den Soldaten an der Hauptkampflinie helfe und mich mehr umfassend damit beschäftigen will – die Jungs brauchen Hilfe,  ich verstehe ganz gut, wie schwer es ihnen ist.

Ich mag auch die Entwicklung von Projekten sehr, was uns eben hier beigebracht wurde, darum werde ich mich nach der Rückkehr nach Hause um ihre Verwirklichung bemühen. Ich versuche, nicht nur bloß dem zuzuhören, was die Trainer uns lehren, sondern auch es wahrzunehmen und zu verstehen.

Der erste Aprilregen macht den umstehenden Bäumen Freude, die mit ihren nassen Zweigen die Kinderregenschirme zart streicheln wollen. Die Rede von Warwara klingt natürlich, klar und erwachsen – genauso wirken die weisen  und etwas traurigen Augen des Mädchens, die Schmerz, Leiden und Krieg gesehen haben.

Ich hoffe, dass dieser Krieg bald zu Ende sein wird, dann kehre ich heim, wo ich frei Ukrainisch reden, mein Land lieben und mir keine Sorgen darüber machen würde, dass ich im nationalen Stickereihemd herumlaufe, Ukrainisch spreche und dass man mir dafür etwas Schlimmes oder Schreckliches antun würde…  Ich denke, dass die Welt sich durch die Menschen, die ihre Projekte verwirklichen, und die Jugendlichen lehren, ändern wird, setzte das Mädchen hinzu.

Dmytro OKSENTJUK ist 13 Jahre alt. Der künftige ehrenamtliche Helfer ist wegen MANLAB.CAMP aus Wolhynien gekommen. Er besucht eine Freestyle-Sektion, fährt zu Wettbewerben und will es beruflich ausüben. Er will sein Leben mit dem Programmieren verknüpfen  und besucht einen Computerzirkel, um seinen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen.

Während dieser Schulung habe ich über eine große Verantwortung als Führungskraft erfahren, dass durch Teamarbeit alles, was man will, erreicht werden kann. Ich für meine Person will meine Faulheit bekämpfen und gute Leistungen im Unterricht erreichen, resümierte der junge IT-Mann kurz.

Dmytro mag Dynamik, Geschwindigkeit, Überwindung von Hindernissen. Im Unterricht hob er oft die Hand, erwartete mit Ungeduld die Gelegenheit, seine Meinung zu äußern, eine ungewöhnliche Idee vorzuschlagen.

GEBURT DER FÜHRUNGSKRÄFTE

Die Organisatoren der Schulung gehen mit Verständnis an die Herausbildung von Verantwortung bei jungen Leitern heran, weil ihre Rechenschaftsberichte über Umsetzung eigener Projekte, wie bereits erwähnt, im Mai und Oktober bei MANLAB.CAMP fällig sind.

Wir sagen, dass es einem im bestimmten Land gut geht, dass dort starke, tapfere Menschen mit einem hohen Maß an Willenskraft leben, die ihr Land seinerzeit in heutiger Form geschaffen haben.  In ihrem Fall war keiner vom Himmel herabgestiegen, um ein solches Land zu bauen sie haben es selbst aufgebaut. Ob unser Staat auch so sein wird, liegt nun in Ihren Händen; das ist Ihre Pflicht, denn keiner wird es an Ihrer statt erledigen. Und wie werden Ihnen mit Kenntnissen und Instrumenten aushelfen, mit denen Sie Ihr Ziel erreichen werden können, hob Direktor des Nationalzentrums „JAW der Ukraine“ Oksen LISOVYJ im Gespräch mit dem Veranstaltungsteilnehmern hervor.

Bei der Abfahrt am letzten Tag der Schulung glänzten die Tränen in vielen Augen. Alles war hier attraktiv: die Schulung, Trainer, neue Freunde und Kenntnisse. Doch die Freude und Erkenntnis einer schönen Zukunft siegten: den jungen Bürgern eines jungen Staates stehen interessante Erprobung eigener Projekte und die Siegerstellung in einem aktiven Leben bevor.

Sergij KUTNJAKOV
20.04.16
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